GEFALLEN

(2013)

Er wollte immer möglichst allen
Im Leben einfach nur gefallen.
Aus Angst vielleicht allein zu sein
Lässt er sich auf Dinge ein,
Die ihm selber nicht behagen,
Nie lernt er einfach NEIN zu sagen.

Das sprach sich bei den Nachbarn rum,
Viele hielten ihn für dumm.
Des Öftren wurd er ausgenützt,
Keiner da, der ihn beschützt.
Allein ist er den Weg gegangen,
Nach Anerkennung stets Verlangen.

Eines Tages wurd ihm klar,
Dass dieser Weg der falsche war.
Während er nach Liebe schmachtet,
Er sich selber nun verachtet.
Durch das Ja an falscher Stelle,
Versiegt in ihm die Lebensquelle.

Er ist mit sich gar nicht im Reinen,
Wirklich vertrauen kann er keinem.
Er durchläuft einen Prozess
Mit Arbeit, Trauer, Einsicht, Stress.
Dann handelt er, wie er es meint,
Auch wenn er dabei was verneint.

Dazu gehört natürlich Mut,
Für seine Seele ist das gut.
Er tut sich selbst einen Gefallen,
Will nicht mehr ankommen bei allen.
Er kann nun vor sich selbst bestehen
Und völlig neue Wege gehen.

Kein anderer ihm die diktiert,
Seine Sicht wird nicht blockiert,
Mancher Mensch ihn nun schon bat
Um seinen ganz besondren Rat.
Es geht ihm gut und nicht mehr schlecht,
Denn seine Freunde sind nun echt !

© Regine Range