TROST

(2011)

Um Menschen, die von uns gegangen,
Brauchen wir nun nicht mehr bangen.
Mein Gott, wie sorgten wir uns sehr,
Jetzt bleibt der Platz des Liebsten leer.

Trotzdem geht er Schritt für Schritt
Auf unsrer Lebensreise mit,
Ist für uns nun immer da,
In Gedanken richtig nah.

Was mit ihm Verbindung hat,
Davon werden wir nicht satt,
Alles möchten wir aufsaugen,
Sehen gern mit seinen Augen.

Er soll nun in Frieden ruhen,
Was bleibt uns jetzt hier zu tun?
Loslassen, nicht zu viel klammern,
Dankbar sein, nicht zu viel jammern!

Zum überspringen ist die Hürde,
Sie soll uns werden nicht zur Bürde.
Der Liebste möcht‘s bestimmt gern heiter,
Drum leben wir mit ihm gern weiter.

Das was dem Liebsten einst gefiel,
Vielleicht ist es auch unser Ziel.
Wir wollen Neues unterdessen
Beim Weiterleben nicht vergessen.

© Regine Range