Distanzierte Weihnachten 2020

Wir lebten wenig eingeschränkt,
Vielleicht sogar recht ungehemmt,
Bis Corona über Nacht
In unser Leben eingekracht.
2020 - oh mein Gott -
Brachte uns alle aus dem Trott.
Kein Mensch hätte es je gedacht,
Ein Virus übernahm die Macht.

Bis heute sind die Folgen fatal,
Es gab keine andere Wahl.
Wir mussten quasi stehen bleiben,
Gestoppt wurde Feiern, fröhliches Treiben.
Statt zu umarmen galt es auszuweichen,
Distanz zu halten in allen Bereichen.
Viele Existenzen wurden bedroht,
Abstand hielt man selbst bis zum Tod.

Wir hatten uns von vielem entfernt,
Jetzt durch die Krise dazu gelernt!?
Wir horchen mehr in uns hinein,
Fragen öfters, muss das sein,
Was ist wichtig, überflüssig,
Zu vieles macht uns überdrüssig.
Reizüberflutung ging heftig zurück,
Auch einige Umweltschäden zum Glück.

Man hat Veränderungen entdeckt
Mit positivem Nebeneffekt.
Den Himmel, oft vom Smog sehr grau,
Sah man wieder herrlich blau.
Die Luft sauber, das Wasser klar,
So wie es lange nicht mehr war.
Vielleicht lernen wir Menschen daraus,
Wollen nicht immer noch höher hinaus.

Wir alle sind sehr stark betroffen,
Inständig deshalb wir nun hoffen,
Dass das Virus uns verlässt,
Uns nicht vermiest den Lebensrest.
Wir müssen es wohl akzeptieren,
Doch uns nicht völlig isolieren.
Naturgewalt ist nicht zu entmachten,
Es gilt auf sich und andre zu achten.

Ob in der Gruppe oder allein,
Weihnachten läd dazu ein
Runterzukommen, und ganz still
Sich zu fragen, was man will.
Wir wünschen Euch – bleibt virenfrei,
Freude sei stets mit dabei.
Regine mit den Kindern schrieb,
Wir grüßen Euch nun alle lieb.

© Regine Range


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Distanzierte Weihnachten

(2020 - 12 - 24 )