WANNEN-SINNIGE WEIHNACHTEN 2004

Es setzt sich eine Seifenblase
Auf die Spitze meiner Nase.
Wie eine Weihnachtskugel, rund,
Schillert sie fantastisch bunt.
Wie gesagt, die Seifenblase
Und nicht etwa meine Nase.

Ich liege in der Badewanne,
Atme ein den Duft der Tanne,
Wie Schneeflocken, so locker weiß,
Legt sich der Badeschaum ganz leis
Auf die Oberfläche nieder,
Ja, es weihnachtet schon wieder.

Das Herz wird warm und zwar nicht nur
Von der Badetemperatur.
Längst bin ich nicht abgekühlt,
Da werden zu mir hochgespült
Erinnerungen, aber auch
Wehmut, ein ganz kleiner Hauch.

Ich träum von meinen Kindertagen
Und von meinen eignen Blagen,
Denk an Eltern, Tod und Leben,
Liebe, Fehler und Vergeben,
Freude, Trauer und noch mehr,
Eine innere Einkehr.

Ich hör den Wasserhahn nicht tropfen
Und Klaus nicht an die Türe klopfen.
Beinah wär ich ganz versunken,
Hätt Badewasser fast getrunken.
Doch ich bin nicht abgetaucht,
Schließlich werd ich noch gebraucht.

Frisch bis über beide Ohren,
Fühl ich mich wie neu geboren.
Mache mich jetzt erst mal trocken
Und danach schnell auf die Socken,
Damit Ihr liebe Grüße kriegt,
Wenn ' s Kindlein in der Krippe liegt.

Geht 2005 nicht unter,
Bleibt gesund, zufrieden, munter.
Und Ihr solltet nicht versäumen,
Ab und zu auch mal zu träumen.
Das ist Familie Ranges Wunsch,
Wir freun uns jetzt auf heißen Punsch.

(c) Regine Range


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Wannen-sinnige-Weihnachten

(2004 - 12 - 24 )